Standardisierte Beratungsprozesse helfen

Internet ConceptDie Finanzdienstleistung der Zukunft wird – auch – eine digitale sein. Wer sich diesem unweigerlichen Trend der standardisierten Prozesse verschließt, wird verlieren.

Obwohl es noch gar nicht so lange her ist, manch einer wird sich noch mit Grauen an die Situationen erinnern: Wichtiger Geschäftstermin, Zeitdruck, unübersichtlicher Verkehr – und der Straßenatlas auf dem Beifahrersitz.

Dieses Bild steht stellvertretend für die rasend voranschreitende Digitalisierung unserer Welt. Heute hängt in jeder Klapperkiste ein Navi. Ob im privaten oder beruflichen Umfeld: Wir sind überall verbunden, online, vernetzt, Teil eines Systems. Wir kommunizieren elektronisch und dabei ist die E-Mail eigentlich schon fast veraltet. Ältere mag diese Entwicklung zuweilen erschrecken, Kritiker sehen berechtigterweise Gefahren, aber insgesamt bedeutet sie einen enormen Fortschritt hin zu mehr Effektivität, zu schlanken Prozessen und schnellen Abläufen.

Wir stehen noch längst nicht am Ende. Am wenigsten in den Dienstleistungs-berufen und am allerwenigsten in der Finanzdienstleistungsbranche. Zwar hat sich letztere durch das Angebot einer wachsenden Anzahl von Software-Anbietern mehr und mehr digitalisiert, aber die Möglichkeiten von Clouds lassen den Aktenschrank bald in Vergessenheit geraten wie die Straßenkarte auf dem Beifahrersitz. Der freie Zugang zu Informationen bedeutet unendlich viel Wissen für jeden Berater und für jeden Kunden. Digitalisierung heißt: Immer mehr passt in den immer gleichen Zeitrahmen.

Gleichwohl, die Basics – schon bedingt durch Regulierungen und Gesetzes-Vorschriften müssen immer gemacht werden. Längst gibt es für die verschiedenen Arbeitsgänge teilweise individuelle Software-Lösungen. Das erleichtert zwar die Bewältigung der Aufgaben, aber aus vielen Bereichen kennen wir das Problem der Inkompatibilität. Um übergreifend tätig sein zu können, um sich in einer durchdigitalisierten Welt vernetzen zu können, braucht die Finanzdienstleistung allgemeingültige Standards. Anders ausgedrückt: Softwaregestützte, vernetzte Arbeitsabläufe erfordern standardisierte Prozesse. Dazu entwickeln auf Initiative der DEFINO Gesellschaft für Finanznorm und unter Leitung des Deutschen Instituts für Normung (DIN) führende Finanzdienstleistungshäuser, Wissenschaftler und Verbraucherschützer derzeit eine entsprechende DIN Norm.

Zumal auch der Verbraucher, der Finanzdienstleistungskunde, vernetzt und permanent online ist. Er erwartet geradezu, dass seine Belange schnell, allgemeingültig und transparent bearbeitet werden. Ein erster Schritt ist die standardisierte Analyse seiner persönlichen Finanzsituation, deren Ergebnis bei jedem Berater gleich ausfallen müsste. Der zweite ist darauf aufbauend die passende Lösung innerhalb der Produktgruppen. Auch dieser Suchprozess sollte standardisiert sein: Wenn ein Finanz-Instrument fehlt, dann ist es auch anzubieten.

Die Qualität eines Finanzberaters zeigt sich anschließend. Welches Produkt mit welchen Eigenschaften und in Nuancen auch in welcher Gewichtung dann zu beschaffen ist, obliegt seiner Kenntnis und seiner Kunst. Aber bis es dazu kommt, sollte er nach allgemein gültigen Regeln vorgegangen sein. Regeln, in standardisierte Prozesse gegossen und entsprechend zertifiziert, erhöhen die Glaubwürdigkeit. Und bewirken nicht nur nebenbei eine deutlich höhere Auftragsbewältigung und damit eine deutlich verbesserte Wirtschaftlichkeit. Und nicht zuletzt helfen sie, sich leichter mit den vielen neuen Regulierungsanforderungen zu arrangieren.

Kontakt:

DEFINO – Gesellschaft für Finanznorm mbHBild Dr. Moeller
Dr. Klaus Möller
Bergheimer Str. 147
69115 Heidelberg

Telefon: 06221 6733410
Telefax: 06202 7604777780
E-Mail: k.moeller@gesellschaft-finanznorm.de
Web: www.gesellschaft-finanznorm.de