Finanzberatung 2025

100.000 volldigitalisierte Spezialisten und eine schlankere Angebotswelt

Business man with binoculars.

  • VSAV stellt zehn Zukunfts-Thesen zur Entwicklung der Finanzdienstleistungsbranche auf
  • Verbraucherschutz bleibt noch hinter den Marktentwicklungen zurück

Die Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler e.V. (VSAV) sieht den Markt für die Vermittlung und Beratung bei Finanzdienstleistungen anno  2025 noch deutlich kritisch. Denn abgesehen von einer ausgeprägten Schrumpfkur wird bis dahin hinsichtlich Transparenz und Verbraucherschutz noch vieles auf der Strecke bleiben – obwohl Vermittler und Berater bereit sein werden, über Aus- und Fortbildung ihren Teil zu mehr Beratungsqualität beizutragen. Positive Effekte erwartet der VSAV durch den stark anschwellenden Digitalisierungstrend und damit einhergehend durch die erforderliche Spezialisierung der Vermittler und Berater auf fachliche Kerngebiete und auf klar definierte Zielgruppen.

Der VSAV-Beirat, der sich aus Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt, hat für das Thesenpapier über mehrere Wochen die notwendigen Informationen zusammengetragen und gemeinschaftlich verabschiedet.  Die zehn Thesen lauten:

  • These 1: Zahl der Vermittler sinkt bis 2025 auf etwa 100.000
  • These 2: Ohne Anpassung an digitalisierte Prozesse wird 2025 kein Berater existieren können
  • These 3: Eine höhere Spezialisierung der Vermittler wird unerlässlich sein
  • These 4: Die Bedeutung der Qualifikation wird stark zugenommen haben
  • These 5: Es werden sich mehr Netzwerke gebildet haben
  • These 6: Beratung und Vermittlung gegen Honorar wird nur wenig an Bedeutung gewonnen haben
  • These 7: Vollständige Transparenz wird auch 2025 nicht erreicht sein
  • These 8: Strengere Gesetze und mehr Verbraucherschutz in 2025
  • These 9: Klassische Lebensversicherungen werden durch neue Produkte abgelöst sein
  • These 10: Anbietermarkt und Produktangebote werden übersichtlicher

VSAV-Vorstand Ralf Werner Barth: „Die Umwälzungen im Markt werden aufgrund regulatorischer Vorgaben noch lange fortdauern und für alle Vermittler und Berater deutlich spürbar sein. Leider werden diese Veränderungen nicht vollständig bei den Verbrauchern ankommen.“ Denn Die Finanzlobby wird weiter gegen eine vollständige Transparenz agieren. Um sich in diesem anhaltend schwierigen Marktumfeld behaupten zu können, müssten die Vermittler verstärkt nach Wegen zu Zusammenschlüssen suchen und sich konsequent fortbilden. Die Beratung gegen Honorar würde ihren Platz finden, dies aber vornehmlich im gut verdienenden Kundensegment.

Die 10 Thesen stehen hier zum Download zur Verfügung >>

 

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Ralf Werner Barth
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