Eine anspruchsvolle Tätigkeit

Schild 42 - StudiumSind Finanzvermittler genug ausgebildet, fragte die FAZ unlängst. Die Meinungen dazu gehen nicht nur in diesem Artikel auseinander. Klar ist: Nur wer als Spezialist in einem bestimmten Produkt- oder Kundensegment top qualifiziert ist, hebt sich positiv ab. Ein Beispiel aus der Welt der betrieblichen Altersvorsorge.

Ein nüchternes Klassenzimmer an der Hochschule Koblenz. Rund zwei Dutzend Finanzberater bekommen Nachhilfe zur pauschaldotierten Unterstützungskasse. Zur pauschal … bitte was? Die pauschaldotierte Unterstützungskasse ist der älteste der fünf Durchführungswege in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Wer Unternehmen zur bAV beraten will sollte auch wissen, wie sie funktioniert. Sonst dürfte er sich nicht Berater nennen, er wäre schlicht Verkäufer.

Das Beispiel der bAV zeigt deutlich, wie Finanzberater sich durch Qualifikation positiv von der Masse der Verkäufer abheben können. Durch Qualifikation. Die ganze Branche spricht vom Vermittlersterben, gemeint sind die Verkäufer. Gute Berater indes werden immer gebraucht.

Mit der bAV-Beratung von Unternehmen lässt sich ordentliches Geld verdienen, oft auf Honorarbasis. Diese Vergütung lässt sich aber nur dann rechtfertigen, wenn die Beratung top ist.  Die Teilnehmer des Studiengangs an der Hochschule Koblenz beispielsweise erhalten Grundlagen in Arbeits- und Steuerrecht, sowie zu Bilanzen und Finanzmathematik. Danach wird für alle fünf Durchführungswege die Systematik gelehrt, so dass ein Absolvent in der Lage ist, bestehende Versorgungswerke zu analysieren, Problemfelder aufzudecken und Lösungen zu erarbeiten. Die Kurse machen dabei auch nicht Halt vor der genannten pauschaldotierten Unterstützungskasse oder Arbeitszeitkontomodellen. Gespräche unter den Kommilitonen, die aus verschiedenen Bereichen der bAV kommen (neben Versicherungen auch von Pensionskassen großer Konzerne, aus Beratungshäusern oder Personalabteilungen) runden das dreisemestrige Studium ab.

An ihrem Ende, vor allem nach bestandener Prüfung, steht die offizielle Berufsbezeichnung „Betriebswirt für bAV (FH)“. Die Wirkung dieses Titels ist eindeutig:

  • Dokumentierte Kompetenz durch das unabhängige FH-Zertifikat
  • Leichterer Zugang zu Entscheidungsträgern im Beratungsgespräch auf Grund der Spezialisierung
  • Gespräche auf Augenhöhe mit dem Unternehmer und dem Steuerberater

Zu Recht kann der Unternehmer fortan erwarten, dass bei seinem Betriebswirt bAV (FH) nun alle Fäden zusammen laufen und er die Lösung für das Unternehmen gemeinsam mit dem Steuerberater und einem Fachanwalt für Arbeitsrecht koordiniert und begleitet. Eine anspruchsvolle Tätigkeit.

Bevor es aber dazu kommt gilt es, die Zielgruppe zu sensibilisieren. Probates Mittel ist, die Unternehmen des jeweiligen Heimatmarktes beziehungsweise die Steuerberater als Multiplikatoren zu kostenlosen Informationsabenden einzuladen. Natürlich kann dies nicht dazu dienen, Produktempfehlungen auszusprechen. Dann wäre der Berater wieder der Verkäufer, den niemand will.

Fazit: Mit einer erstklassigen Qualifikation hebt sich der Berater vom Verkäufer ab. Handelt er kundenorientiert, wird er sicher weiterempfohlen. Und so leistet der Berater seinen kleinen aber wichtigen Beitrag zu einer Imageverbesserung seines Berufstandes. Dass er sich auch wirtschaftlich besser stellt, möchte die Chronistin ebenfalls nicht unerwähnt lassen.

 

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