Betriebliche Altersvorsorge als Haftungsfalle? Pensionskassen und Versicherer unter Aufsicht

Fearful of a trapDer Lebenszyklus eines Unternehmens beginnt mit seiner Gründung und kann im Gegensatz zu einem Menschenleben immer wieder verlängert werden, solange ein paar wichtige Grundlagen gegeben sind:

  1. Der Inhalt dessen, was das Unternehmen seinen Kunden bietet, macht Sinn, macht Spaß, ist begehrt oder wirklich notwendig.
  2. Es gibt für den Fall, dass der Inhaber und Gründer in die Jahre kommt, einen Nachfolger aus den eigenen Reihen (Familie oder Mitarbeiterstab) oder einen Käufer, der das Unternehmen, beispielsweise mit einem Manager, weiterführt.
  3. Das Unternehmen ist gut vorbereitet und gefeit gegen existenzielle Angriffe von innen und außen und es beachtet frühzeitig existenzgefährdende gesetzliche Grundlagen.

Selbständige, Freiberufler und Unternehmensführer müssen sich eines bewusst sein: Sie agieren niemals alleine in einem Markt. Das betrifft auch jeden einzelne Bürger! Jeder muss sich heute im Klaren sein, dass sich Entwicklungen, wie zum Beispiel die aktuelle Nullzins- beziehungsweise Minuszinspolitik, auf jeden Einzelnen auswirken.

Wer zum Beispiel einen Teil seiner Altersvorsorge über Lebensversicherungen aufbaut, hat das Problem, dass das geplante Vermögensziel zur Alterssicherung, nicht in dem Maße erreicht werden kann. Für Unternehmen bedeutet dies in einer noch ganz anderen Dimension: Unternehmer haften nämlich über die betriebliche Altersversorgung (bAV) für die nichterreichten Ergebnisse von Lebensversicherungen und Pensionskassen gegenüber ihren Mitarbeitern!

Was bedeutet haften nun konkret?

Versicherer oder Pensionskassen, die in Schieflage geraten, werden dem Bundesaufsichtsamt für Finanzwesen (BaFin) unterstellt. Die Arbeitgeber, als Vertragspartner, müssen für die Zusagen der Versicherer oder Pensionskassen geradestehen! Ersten Presseartikel zufolge, zeichnet sich da bereits ein Trend ab, der existenziell werden kann. Konkret: Arbeitgeber und Unternehmen müssen ausgleichen, was die Gesellschaften weniger auszahlen, als den Arbeitnehmern zugesichert wurde.

Ab dem Zeitpunkt der Unterstellung bei der BaFin hat der Versicherungsnehmer (Arbeitgeber) die gesetzlich verankerte Verpflichtung (§ 314 VAG), die Beiträge bis zum Ende durchzuzahlen, unabhängig davon, ob die Ergebnisse wie zugesagt überhaupt ausgezahlt werden können.

Hinweis: In dem aktuellen Ringen um die Reform der bAV, diskutieren die verschiedenen Interessensgruppen, die Unternehmen von der Haftung zu befreien und die Haftung auf den Pensionssicherungsverein zu übertragen. Der Ausgang ist indes offen. Bis dahin sollten bAV-Berater ihre Unternehmenskunden zumindest darauf hinweisen und sich dieses dokumentieren lassen; oder sie wenden sich alternativen Durchführungswegen zu. Die Leistungen aus der pauschaldotierten Unterstützungskasse beispielsweise sind über den Pensionssicherungsverein abgesichert.

Es ist verwunderlich, dass beispielsweise Steuerberater die Arbeitgeber nicht über den derzeit gesetzlich geregelten Nachteil für die Arbeitgeber bei versicherungsbasierten Lösungen und Pensionsmodellen gezielt und in großem Umfang aufklären. Obwohl eine ganze Reihe an Studien und Insolvenzfällen durch Pensionsverpflichtungen Mahnung genug sein müssten.

Wie mit diesem bedrohlichen Risiko umgehen?

Die CONAV Consulting GmbH & Co. KG bietet Arbeitnehmern und Arbeitgebern über die www.haftungsexpertise.de die Prüfung der betrieblichen Altersversorgungsverträgen an, mit Hinblick darauf, welche sinnvollen Optionen für das Unternehmen möglich sind.

Interessierte können eine Anfrage direkt an die info@conav.de senden und Unternehmer die Überprüfung mit der Risiko- und Haftungsexpertise [HEX] vornehmen, die das Unternehmen auf weitere gesetzliche Haftungsfallen und unternehmerische Fallstricke überprüft und entsprechende Lösungen dahinter darstellt. Zielsetzung bei Arbeitnehmern ist, das Vermögen zur geplanten Alterssicherung zu gewährleisten. Für die Unternehmen gilt es, die Risiken zu erkennen, zu begrenzen oder wirtschaftlich souverän abzufedern, die durch Dritte und Gesetze entstehen und die somit den Unternehmenserfolg extrem gefährden können.

 

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