Effizienzgewinn für Berater

Holzstempel - ZertifiziertSeitdem das Finanz-Fachmagazin Fonds professionell in seiner Titelstory verkündete „Die DIN- Norm kommt“, wartet die Finanzbranche auf das Ergebnis. Dabei sind noch einige weitere DIN Standards als Werkzeuge auf dem Weg. Eine Übersicht.

Noch rauchen die 39 Köpfe im Norm-Ausschuss beim DIN in Berlin. Sie, die Vertreter der bedeutendsten Finanzhäuser, Versicherungen und Vertriebe, der Finanzwissenschaft und des Verbraucherschutzes arbeiten an der ersten in Deutschland entwickelten Finanznorm, der DIN Norm 77230 „Basisanalyse der finanziellen Situation von Privathaushalten“. Sie soll künftig verhindern, dass Berater, Vermittler oder Makler am Bedarf der Kunden vorbeiberaten.

Wer nach der DIN Norm 77230 arbeiten wird (und sich dafür zertifizieren lässt), wird sich damit einen erheblichen Wettbewerbsvorsprung erarbeiten. Das DIN-Logo weckt Vertrauen und bezeugt Kompetenz. Zugleich verringert es Haftungsrisiken, die Wirkung vor Gericht ist unzweifelhaft. Und schließlich: Mit Anwendung der DIN Norm rüstet sich der Berater oder Vermittler für die Einhaltung der kommenden Vorschriften aus der IDD-Umsetzung und MIFID II.

Aber damit nicht genug. Eine zertifizierte Software, die sich entsprechend präzise an die DIN-Vorgaben hält, beschleunigt den Analyseprozess und sorgt so für mehr Effizienz im ureigenen Geschäft des Beraters: die Beratung. Finanzberater mögen also erkennen, dass es sich bei der DIN- Norm nicht um eine weitere Regulierung handelt, sondern um ein Werkzeug.

Gleiches gilt auch für einen weiteren DIN-Standard, die DIN SPEC 77223. Eine DIN SPEC ist die Vorläuferform für eine Norm, eine kleine Norm gewissermaßen. Die DIN SPEC 77223 heißt mit ganzem Namen „Standardisierte Vermögens- und Risikoanalyse für Privatanleger“. Sie setzt auf den ganzheitlichen Analyseprozess der 77222 auf und ermöglicht unter anderem eine standardisierte Risikoprofilierung. Produktempfehlungen indes obliegen auch hier dem Finanzberater.

Bei der Produktauswahl helfen soll  – zumindest bei Versicherungsprodukten – die DIN SPEC 77228 „Standardisierung wesentlicher Leistungskriterien von Versicherungsprodukten“. Sie wird also Vorgaben liefern, welche Versicherungsmerkmale für welchen Kundenbedarf passen. Gewinn für den Finanzberater auch hier: Zeit und damit Wirtschaftlichkeit.

Jüngstes Baby der Standardisierungsfamilie ist die Basisanalyse für Freiberufler, Werbetreibende, Selbständige und KMUs, für die das DIN gerade grünes Licht gegeben hat. Bei diesen Zielgruppen reicht eine Analyse wie die für Privatpersonen natürlich nicht aus, folgt aber im Grundsatz der Logik aus der DIN Norm 77230.

Im vergangenen Frühjahr konstituierte sich ein Kuratorium, teilweise bestehend aus namhaften Mitgliedern der DIN- Ausschüsse für die Norm und die SPECs. Das Kuratorium hat sich zur Aufgabe gemacht, weitere wichtige Themenfelder zu identifizieren, in denen DIN Standards zu mehr Effizienz führen können. So drängen Marktteilnehmer auf einen DIN Standard zur Beratung bei Immobilienfinanzierungen.

 

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