Neue DIN-Norm 77230 bereichert Studium Finanzfachwirt-in (FH)

Audience in the lecture hall.Ende November wurde die DIN-Norm 77230 verabschiedet. Damit steht Finanzberatern und Vermittlern ein standardisierter Analyseprozess für die finanzielle Situation von Privathaushalten zur Verfügung. Jetzt ist in München diese Vereinheitlichung nach DIN auch als Inhalt eines FH-Studiums Finanzfachwirt/-in geplant.

Die neue DIN-Norm 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte“ stößt auf ein weitverbreitet positives Echo, wird die Norm den Vermittlern und Beratern und Beraterinnen eine ganze Reihe an Vorteilen bringen. Vorausgesetzt, sie sind vom Defino Institut für Finanznorm zertifiziert. Die Vorteile betreffen unter anderem Themenfelder wie Vertrauensbildung, Effizienz oder Haftungsfragen.

Grundlage für allumfassende Beratung
Die Norm enthält eine Reihe relevanter Finanz-Themen und setzt entscheidende Prioritäten, so dass Berater und Vermittler eine differenzierte und vollständige Bestandsaufnahme über die finanzielle Situation des Privatkunden erstellen können. Das Analyseergebnis dient dann als nachvollziehbare Grundlage für eine allumfassende Beratung. Das heißt: Der Berater zeigt die möglichen Wege zur Lösung der Probleme, die sich aus der genormten Analyse ergeben, auf. Da die Analyse nach DIN zukünftig mithilfe von Softwarelösungen weitgehend automatisiert ablaufen wird, wird es für Finanz- und Versicherungsberater sowie -vermittler vor allem eine Reihe von wirtschaftlichen Vorteilen geben. Wichtig ist nur zu wissen, dass Analyse und individuelle persönlicher Beratung klar getrennt sind, so dass die eigentliche Beratung weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird.

Standardisierung als Chance
Festzuhalten ist also: Finanz- und Versicherungsberater sowie -vermittler können sich dank der Norm zukünftig besser auf ihre Kernkompetenzen, nämlich den eigentlichen Beratungsprozess, fokussieren. Die standardisierten und automatisierten Analyseprozesse sparen Zeit und Aufwand, so dass sich dadurch die ganzheitliche Beratung auch von kleineren Privathaushalten wieder besser rentieren wird. Es liegt auf der Hand, dass mit Anwendung der DIN-Norm 77230 mehr Kunden ausführlich beraten werden können als bisher. Zudem entsteht durch die Anwendung der Norm nicht nur mehr Übersichtlichkeit, sondern auch zusätzliche Rechtssicherheit sowohl für die Kunden als auch für die Berater.

Ausbildung an der Hochschule
So wie sich die allermeisten Handwerksbetriebe als zum Beispiel nach der bekannten Norm DIN ISO 9001 zertifiziert auswiesen, sollten sich auch Berater und Vermittler, die die DIN-Norm 77230 anwenden wollen, vom Defino Institut zertifizieren lassen. Zur Vorbereitung auf die Zertifizierung wird die Norm demnächst im Rahmen des Fachs „Kundenberatung“ auch Lehrinhalt des Studiums Finanzfachwirt/-in (FH) sein.

Der Abschluss Finanzfachwirt/-in (FH) gilt bereits seit 15 Jahren als eine der wichtigsten Ausbildungen für den Finanz-, Versicherungs- und Bankvertrieb auf Hochschulniveau. Neben dem Beruf erreichen die Absolventen ein öffentlich-rechtliches Hochschulzertifikat mit voller gesetzlicher Anerkennung sowie 30 ECTS-Punkten und 120 IDD-Weiterbildungsstunden. Die Studieninhalte umfassen unter anderem die Bereiche Versicherungen, betriebliche Altersvorsorge (bAV), Recht, Immobilienmanagement und -finanzierung, sowie verschiedene Anlageklassen. Eine Besonderheit des Studiums ist der kurze und kompakte Ablauf von nur zwei Semestern. So startet der nächste Jahrgang am 01. April 2019. Ihren FH-Titel werden die Studierenden bereits zehn Monate später in Händen halten.

Informationen und Bewerbungsunterlagen zum Studium können unter www.finanzfachwirt-fh.de angefordert werden.


Kontakt:

Ulrike Hanisch
Vorstand von CAMPUS INSTITUT
und Mitglied im Ausschuss Qualitätssicherung
der Initiative „gut beraten“Foto Ulrike Hanisch
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